Münsteraner Manifest von ZVA-Mitgliederversammlung
verabschiedet
Mit großer Mehrheit beschlossen die Delegierten der
ZVA-Mitglieder-versammlung im Münsteraner Manifest vom 9.03.2008, die
Neupositionierung des Augenoptiker-Berufes anzustreben.
Präsidium und Vorstand des Zentralverbandes der
Augenoptiker (ZVA) wurden für eine dreijährige Amtszeit wiedergewählt.
Neuer ZVA-Vizepräsident ist der Vorsitzende des
Mitteldeutschen Augenoptikerverbandes Thomas Truckenbrod, der die Nachfolge des
nicht mehr kandidierenden Bernhard Kleikamp aus Münster antritt.
Damit bestätigten die 56 Delegierten der
ZVA-Mitglieder-versammlung Präsidium und Vorstand in ihrer Arbeit.
Als eine konstruktive Tagung mit guten Ergebnissen bewertete Thomas Nosch, der
alte und neue Präsident der deutschen Augenoptiker, die
ZVA-Mitgliederversammlung vom 8.-9. März 2008 in Münster. Nosch wurde mit 89 %
der Delegiertenstimmen in seinem Amt bestätigt. Flankiert wird er von den
beiden Vizepräsidenten Jürgen Meyer, der 77 % der Stimmen erhielt, sowie dem „
Neuen“ im Amt, den Leipziger Thomas Truckenbrod, für den 75 % der Delegierten
stimmten.
Neben der Wahl der Mitglieder für die ZVA-Ausschüsse und
-arbeitskreise standen zahlreiche weitere Themen auf der ausführlichen
Tagesordnung.
ZVA-Präsident
Thomas Nosch bilanzierte die aktuelle Situation in der Augenoptik und wies in
seinem Schlusswort auf einen langen Weg für die angestrebte Neupositionierung
hin, mit der auch die Attraktivität des Berufes erhalten und gesteigert werde.
Um
auch das Lohnniveau in der Augenoptik zeitgemäß zu gestalten, beschloss die
Mitgliedersammlung, den Betrieben eine Anhebung der Gehälter zu empfehlen.
Diese beinhaltet eine Erhöhung von 8% in den alten Bundesländer sowie 11,8% für
die neuen Länder bei gleichzeitiger Rückkehr von der 39- zur 40-Stunden-Woche. Ziel
ist eine einheitliche Gehaltsstruktur in allen Bundesländern.
Ohne Gegenstimmen sprachen sich die Delegierten für die Fortsetzung der
ZVA-Werbekampagne im Herbst 2008/Frühjahr 2009 aus. Das Konzept einer neuen
Werbeagentur sieht eine Schaltung der OPTI-MAN-TV-Spots in einer modifizierten
Variante vor, welches Vizepräsident Jürgen Meyer präsentierte.
Vizepräsident
Thomas Truckenbrod unterstrich die guten Leistungen des ZVA sowie der Landes-
und Landesinnungsverbände, die den einzelnen Mitgliedern noch besser
kommuniziert werden sollten.
Um
eine fachlich gute Qualität der zunehmenden Angebote Mobiler Augenoptik für die
Endverbraucher zu gewährleisten, sollen Mindestanforderungen für
nicht-stationär arbeitende Betriebe definiert werden.
Mit
der Kennzeichnung als „qualifizierter Ausbildungsbetrieb“ haben die Delegierten
ein Anforderungsprofil verabschiedet, dass nicht nur Mindeststandards für die
Ausbildung beinhaltet, sondern gleichzeitig in der Öffentlichkeit als
Marketinginstrument einzusetzbar ist.
„Hat
die Brille eine Zukunft? Ja!“ war das deutliche Resümee von Augenärzt Dr. Jörg
Koch aus der Münsteraner Augenklinik, zu dem dieser in seinem Vortrag
„Presbyopie-korrektur mit Intraokularlinsen“ kam.